IDEE

SYNCREATE ist aus einer Beobachtung heraus entstanden, die sich derzeit in nahezu allen kreativen Disziplinen zeigt: Generative KI verändert nicht nur Werkzeuge, sondern verschiebt Rollen, Verantwortlichkeiten und den Rhythmus kreativer Arbeit. Im Produktdesign, das traditionell stark von handwerklicher Visualisierung, CAD-Kompetenz, aufwendigen Renderings und teuren Fotoproduktionen geprägt ist, wirkt diese Verschiebung besonders drastisch.

Das Projekt SYNCREATE untersucht daher, wie KI den kreativen Prozess im Produktdesign erweitert und verändert – nicht als Ersatz menschlicher Gestaltungskompetenz, sondern als Co-Creation-Werkzeug. Im Zentrum steht die Annahme, dass Designer*innen weiterhin die Intention, den funktionalen Anspruch, das ästhetische Ziel und die kuratorische Auswahl verantworten – während KI als Generator für Variantenreichtum, Iterationsgeschwindigkeit und überraschende formale Impulse dient. Diese Zusammenarbeit wird nicht als linearer „Input–Output"-Mechanismus verstanden, sondern als Dialog: Menschliche Entscheidungen rahmen, bewerten und steuern. KI liefert Vorschläge, Missverständnisse, Alternativen und bildhafte Hypothesen, die wiederum Rückschlüsse auf das eigene Konzept ermöglichen.

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Lavendel
Outcome

OUTCOME

Ein entscheidender Punkt dabei: SYNCREATE ist nicht nur Forschungs- oder Entwicklungsprojekt, sondern wird im Rahmen des Kurses KI & Kreativität im Masterstudiengang Brand Management & Creative Communication an der Hochschule Pforzheim bewusst als Ausstellung gedacht – als sichtbarer, nachvollziehbarer Prozessraum. Statt nur Endergebnisse zu präsentieren, wird die Entstehung selbst zum Exponat: Skizzen, Prompts, Iterationen, Fehlschläge, Korrekturen, Moodboards, Referenzbilder, Produktvisualisierungen und anschließend Prototypen. Damit wird KI nicht als „Black Box" ästhetischer Magie inszeniert, sondern als Werkzeug im kreativen Studioalltag – inklusive Reibung.

Die übergeordnete Leitfrage (im Kontext des Ausstellungsgedankens „ECHT") lautet: Was bleibt menschlich, wenn KI mitgestaltet – und welche neuen Möglichkeiten entstehen daraus?

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