IDEE
SYNCREATE ist aus einer Beobachtung heraus entstanden, die sich derzeit in nahezu allen kreativen Disziplinen zeigt: Generative KI verändert nicht nur Werkzeuge, sondern verschiebt Rollen, Verantwortlichkeiten und den Rhythmus kreativer Arbeit. Im Produktdesign, das traditionell stark von handwerklicher Visualisierung, CAD-Kompetenz, aufwendigen Renderings und teuren Fotoproduktionen geprägt ist, wirkt diese Verschiebung besonders drastisch.
Das Projekt SYNCREATE untersucht daher, wie KI den kreativen Prozess im Produktdesign erweitert und verändert – nicht als Ersatz menschlicher Gestaltungskompetenz, sondern als Co-Creation-Werkzeug. Im Zentrum steht die Annahme, dass Designer*innen weiterhin die Intention, den funktionalen Anspruch, das ästhetische Ziel und die kuratorische Auswahl verantworten – während KI als Generator für Variantenreichtum, Iterationsgeschwindigkeit und überraschende formale Impulse dient. Diese Zusammenarbeit wird nicht als linearer „Input–Output"-Mechanismus verstanden, sondern als Dialog: Menschliche Entscheidungen rahmen, bewerten und steuern. KI liefert Vorschläge, Missverständnisse, Alternativen und bildhafte Hypothesen, die wiederum Rückschlüsse auf das eigene Konzept ermöglichen.
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