KI-Augmented Mini Studio
Die Ausstellung SYNCREATE wird als Pop-up-Ausstellung bzw. Mini-Studio gedacht: ein offener, performativer Gestaltungsraum, in dem Besucher*innen den Entwurfsprozess von der Skizze bis zur physischen Umsetzung erleben können.
Diese Inszenierung ist nicht zufällig, sondern methodisch: Wenn KI kreative Arbeit beschleunigt, wird der Prozess oft unsichtbar (weil Ergebnisse schnell „fertig" wirken). SYNCREATE setzt dem ein Format entgegen, das Transparenz priorisiert und die Frage „Wie ist das entstanden?" in den Vordergrund stellt.
Im Mini-Studio treffen drei Ebenen aufeinander:
Visuelle Outputs als schnelle, überzeugende Hypothesen eines Produkts im Kontext.
Gestalterischer Output: Skizzen, Prompts und Varianten als Dokumentation von Entscheidungen.
Workstation: Live 3D-Druck des Prototyps.
Räumlicher Aufbau und Dramaturgie
Die Ausstellung wurde so organisiert, dass die Produktkonzepte nacheinander vorgestellt und räumlich auf 3 Stellwänden mit dazugehörenden Screens ausgestellt wurden. Das hatte zwei Effekte:
Narrative Klarheit: Besucher*innen konnten die Logik jedes Produkts (Problem → Idee → KI-Varianten → kuratierte Auswahl → Visualisierung) fokussiert nachvollziehen, ohne dass sich Konzepte gegenseitig überlagern.
Kuratorische Lesbarkeit: Der Wechsel zwischen Stationen machte deutlich, dass KI nicht „einen Stil" produziert, sondern dass Stil, Materialität, Kameraführung und Kontext jeweils bewusst gesetzt werden – und dass diese Setzungen Teil der Autorenschaft sind.
In der Präsentation entstanden damit kleine „Kapitelräume", in denen sich jeweils ein Produkt als Fallbeispiel entfalten konnte.